Kurzantwort: Fett aus Kochtöpfen, Pfannen und Tellern haftet an der Rohrwandung und wird mit der Zeit hart. Wenn der Abfluss in der Küche immer langsamer wird, sind Fettablagerungen die wahrscheinlichste Ursache. Heißes Wasser mit Spülmittel, eine Rohrspirale oder eine professionelle Hochdruckspülung beseitigen das Problem - je nachdem, wie weit fortgeschritten es ist.
Wie entstehen Fettablagerungen?
Beim Abwaschen oder Kochen gelangt Fett mit dem Spülwasser in den Abfluss. Im warmen Zustand ist Fett flüssig und fließt zunächst problemlos ab. Doch schon wenige Zentimeter weiter im kühlen Rohr beginnt das Fett zu erstarren. Es haftet an der Rohrwand, bildet eine Schicht und wächst über Monate und Jahre. Besonders gefährlich sind Frittier- und Bratfette sowie Speiseöle, die in größeren Mengen ins Rohr gelangen.
In Wohnhäusern und Mehrparteienhäusern in Osnabrück sammeln sich Fettablagerungen besonders in Bögen, Muffen und waagerechten Leitungsabschnitten, wo die Strömungsgeschwindigkeit niedrig ist.
Anzeichen für Fettablagerungen
- Abfluss in der Küche wird immer langsamer
- Unangenehmer Geruch trotz sauberer Spüle
- Sichtbarer grauer oder gelblicher Belag am Siphon
- Vollständige Verstopfung nach längerem Ignorieren der Warnzeichen
Methoden zur Beseitigung
1. Heißes Wasser und Spülmittel
Bei frischen, noch weichen Ablagerungen hilft kochendes Wasser mit einem guten Schuss Geschirrspülmittel. Langsam und in mehreren Portionen eingießen, damit das heiße Wasser Zeit hat, ins Rohr einzuwirken. Wichtig: Bei Kunststoffrohren niemals kochendes Wasser ohne Vorsicht - maximal 80 Grad Celsius sind unbedenklich.
2. Natron und Essig
Eine Schaumreaktion zwischen Natron und Essig kann leichte Ablagerungen lösen. 3 Esslöffel Natron einschütten, 100 ml Essig dazugeben, 15 Minuten einwirken lassen, dann mit heißem Wasser nachspülen. Diese Methode ist bei frischen Ablagerungen hilfreich, bei alten Fettschichten aber zu schwach.
3. Rohrreinigungsspirale
Eine Handspirale bohrt sich mechanisch durch den Fettpfropfen und lockert ihn. Für Leitungsabschnitte bis etwa 5 Meter im Haus ausreichend. Danach mit heißem Wasser durchspülen.
4. Professionelle Hochdruckspülung
Bei hardnäckigen, dicken Fettablagerungen in langen Leitungsabschnitten führt kein Weg an einer professionellen Hochdruckspülung vorbei. Der Fachbetrieb in Osnabrück arbeitet mit Wasserdrücken bis 150 bar und speziellen Spüldüsen, die Fettbeläge ablösen und ins Abwasser abtransportieren.
Langfristig vorbeugen
- Kein Fett ins Rohr: Speiseöl und Bratfett in alte Schraubgläser füllen und über den Restmüll entsorgen
- Sieb im Abfluss: Fängt Speisereste auf, bevor sie ins Rohr gelangen
- Wöchentlich heißes Wasser: Einmal pro Woche kochendes Wasser mit Spülmittel nachspülen - hält das Rohr frei
- Fettabscheider in Gastrobetrieben: Gewerbliche Küchen in Osnabrück sind gesetzlich verpflichtet, einen Fettabscheider einzubauen